Brigitte Brix-Praetorius und Gerhard Brix Stiftung

Das Gymnasium Gerresheim schätzt sich sehr glücklich, eine Stiftung zu besitzen, deren Mittel alljährlich für eine Reihe von Anschaffungen und für die finanzielle Unterstützung von bedürftigen Schülern genutzt werden können.  Diese Stiftung wurde ermöglicht durch eine großzügige Entscheidung der Tochter des Schulgründers und ersten Leiters der Schule, OStR Carl Praetorius (er leitete die Schule von 1947 bis 1951). Frau Brigitte Brix-Praetorius, verfügte in ihrem Testament, dass ihr privates Vermögen nach ihrem Ableben als Stiftung dem Gymnasium Gerresheim zufallen sollte.

 

Frau Brix-Praetorius lebte, als sie im Jahre 1993 erstmals Kontakt mit der Schule aufnahm, verwitwet und ohne eigene Kinder in Hamburg. Sie wollte der Schule "etwas Gutes tun" - und kam mit dem damaligen kommissarischen Schulleiter, Herrn StD Laufer, und dem Vorstand des Fördervereins überein, der Schule ein Ruderboot zu schenken. Das war ein "Zweier mit Steuermann", der von ihr - in Anwesenheit des neuen Schulleiters, Herrn OStD Thomann,  am 3. September 1993 auf dem Bootsgelände am Unterbacher See auf den Namen Praetor (!) getauft wurde. Herr Thomann, der sein neues Amt kurz zuvor am 23. August angetreten hatte, erklärte sich bereit (ausgebildeter Sportlehrer, der er war, und sehr zur Freude von Frau Brix-Praetorius), als aktiver Ruderer an der "Jungfernfahrt" des neuen Bootes mitzuwirken. Damit nahm also alles seinen Anfang ...

Ein regelmäßiger Kontakt der Schule mit Frau Brix-Praetorius blieb danach über viele Jahre bestehen. Sie zeigte sich sehr interessiert an der Weiterentwicklung der schulischen Arbeit. Dazu gingen viele Briefe und Telefonate zwischen Düsseldorf und Hamburg hin und her. Frau Brix-Praetorius wurde mehrfach zu schulischen Veranstaltungen eingeladen und reiste dazu von Hamburg an - so auch zum großen Festakt in der Aula im November 1997, als das fünfzigjährige Jubiläum des Gymnasiums gefeiert wurde. Leider war sie dann mit zunehmenden Alter immer weniger in der Lage, die Reise nach Düsseldorf zu bewältigen, freute sich aber immer wieder, wenn sie von der Schule hörte.

 

Frau Brix-Praetorius hatte sich zwischenzeitlich dazu entschlossen, die notwendigen Schritte zu unternehmen und die Regularien festzulegen, damit nach ihrem Tode eine Stiftung zum Nutzen der Schule eingerichtet werden konnte, in die ihr gesamtes Vermögen einfloss. Dies geschah mit Hilfe von Fachleuten und ohne dass die Schule selbst in den Prozess eingebunden war. Die Überraschung war dann groß, als bekannt wurde, dass die Schule eine Stiftung erhalten würde.

 

Frau Brix-Praetorius starb im Jahre 2004, sie wurde in Hamburg beerdigt.  Nach Abschluss der Formalitäten, die mit der Testamentsvollstreckung zusammenhingen, konnte dann Anfang 2007 die Stiftung offiziell  ins Leben gerufen werden. Dies geschah, in Anwesenheit der damaligen Schulministerin, in einem Festakt in der Aula der Schule am 28. Februar 2007.

 

Als Grundkapital stand zum Zeitpunkt der Einrichtung der Stiftung (und steht weiterhin!) ein hoher sechsstelliger Betrag zur Verfügung. Von den Zinserträgen können, nach Antrag der Schule und durch Entscheidung des Stiftungsvorstandes,  jährliche Zuwendungen an die Schule gegeben werden.

Der Vorstand besteht aus einem Juristen (Vorsitzender), dem Schulleiter (2. Vorsitzender) und einem Finanzfachmann als Vertreter des Bankhauses, das die Stiftungsgelder verwaltet.

Die Satzung sieht vor, dass die Mittel verwendet werden "insbesondere zur Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln sowie Sportgeräten jeglicher Art. Daneben unterstützt die Stiftung ...hilfsbedürftige Schüler des Gymnasiums Gerresheim durch Zuwendung von Geld- und Sachmitteln..." (Satzungstext).

 

Die Schule hat von dieser Stiftung bisher in erheblichem Maße Anschaffungen tätigen können. Der dafür aufgewendete Betrag beläuft sich bisher auf ca. 33.000 Euro. Hinzu kommen ca. 5.000 Euro, die zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern bei Klassen- und Studienfahrten verwendet wurden (Stand: September 2011). Die Sachanschaffungen reichen dabei von Ausstellungsmaterialien für den Kunstbereich der Schule (Vitrinen, Galeriesockel, Bilderrahmen) über technische Medien (Projektoren, elektronische Wandtafeln, Beamer) und ein Klavier für den Musikunterricht bis hin zu Sport- und Spielgeräten für das Schullandheim sowie für den Ruderbetrieb der Schule (Trainingsskulls, Kohlefaserriemen, Rollsitze). Auch die aufwändige Sanierung des Bootssteges am Unterbacher See wurde durch die Finanzierungshilfe der Stiftung möglich gemacht.